Nachrichten

12.05.2017 , Nachrichten

Drittes ROMIC-Statusseminar

Nach drei Jahren Projektlaufzeit wurde in Kühlungsborn Bilanz gezogen Kühlungsborn, 12.05.2017 Vom 11. bis 12. Mai kamen gut 60 Wissenschaftler am IAP zusammen, um neue Forschungsergebnisse zu Themengebieten wie Variabilität und Trends in solarer Strahlung, Chemie und Dynamik der Mittleren Atmosphäre und deren Kopplung zu diskutieren. „Diese einzigartige Kombination verschiedener Fachdisziplinen in ROMIC findet bereits Niederschlag in Sonderausgaben internationaler Fachzeitschriften“ freut sich der Projekt-Koordinator Prof. Franz-Josef Lübken. Zur Einrichtung einer zweiten Phase von ROMIC hat der Koordinator nach Abstimmung mit den Sprechern der Arbeitsgruppen bereits vor mehr als einem Jahr ein Konzeptpapier beim BMBF eingereicht. Wie Sprecher des BMBF und des Projektträgers auf dem Statusseminar betonten, werden die Möglichkeiten einer zweiten Phase von ROMIC zur Zeit im Ministerium geprüft. ROMIC (Role Of the MIddle atmosphere in Climate) ist eine vom BMBF mit ca. 8 Mio. Euro geförderte Maßnahme, in der Wissenschaftler aus 15 deutschen Instituten zur Rolle der mittleren Atmosphäre im Klima forschen. Das Projekt wird vom IAP koordiniert - weitere Informationen auf https://romic.iap-kborn.de/.

10.05.2017 , Nachrichten

Joint Young Scientist Meeting

Nachwuchwissenschaftler aus zwei Verbundprojekten am IAP Kühlungsborn, 10.05.2017 Zwei Tage volles Programm für die 20 Doktoranden und Postdocs aus den Projekten MS-GWaves und ROMIC: Vom 9. bis 10. Mai war das IAP Gastgeber und gestaltete ein wissenschaftlich und pädagogisch anspruchsvolles Programm. Ein voller Tag war dem effektiven wissenschaftlichen Schreiben gewidmet – von Prof. Olaf Wolkenhauer (Universität Rostock) in Form eines Seminars gestaltet. „Hilfreich ist auf jeden Fall die Idee, einen Artikel richtig durchzugestalten.“, meinte Lena Schoon, MS-GWaves-Doktorandin am IAP, die bei dieser Veranstaltung die Fäden in der Hand hatte. Der andere Tag war konkret dem Thema Schwerewellen gewidmet, wozu es einen Einführungsvortrag und Führungen durch die Labore des IAP sowie des Lehrstuhls für Strömungsmechanik gab. Die Nachwuchswissenschaftler waren begeistert von Dr. Martin Bredes eindrucksvollen Experimenten. Bei einer Stadtführung durch die Altstadt von Rostock klang dieser erlebnisreiche Tag aus - ein Teil der Studenten fuhr nach Hause, ein anderer Teil blieb zum anschließenden ROMIC-Statusseminar. ROMIC (Role of the Middle Atmosphere in Climate, https://romic.iap-kborn.de/) ist eine vom IAP koordinierte BMBF-Fördermaßnahme. Auch in der DFG-Forschergruppe MS-GWaves (Multi-Scale Dynamics of Gravity Waves, https://ms-gwaves.iau.uni-frankfurt.de/ ) ist das IAP in mehreren Projekten aktiv..

27.04.2017 , Nachrichten

Lange Nacht der Wissenschaften

IAP-Stand im Institut für Physik der Universität Rostock Kühlungsborn, 27.04.2017 Dem Himmel am nächsten – das war der Platz des IAP zur Langen Nacht der Wissenschaften. Die Aussteller im Institut für Physik der Universität Rostock bezogen sich im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane auf die Sphären in, auf und über dem Wasser unter dem Motto „Experimentarium – Das Haus des Meeres“. Anknüpfungspunkt der Nachwuchswissenschaftler aus Kühlungsborn waren Mesosphärische Eiswolken, die in ca. 85 km Höhe vorkommen. Zu deren Untersuchung werden verschiedene Techniken miteinander kombiniert: Radarmessungen mittels Meteoren (mit denen u.a. Winde bestimmt werden), Höhenforschungsraketen (die auch in großen Hohen hochaufgelöst Messungen vornehmen), ballongetragene Instrumente (die stratosphärische Turbulenzmessungen durchführen) sowie Computermodelle (die beispielsweise Konvektion beschreiben). All dieses wurde ausführlich dargestellt, es gab Dinge zum Selberbauen und so konnten die Besucher den spannenden Weg vom Experiment zur Erkenntnis nachvollziehen. „Der Andrang am Stand war so rege, dass wir zum Schluss kaum noch sprechen konnten“, meinte Tristan Staszak, koordinierender Standbetreuer des IAP. „Wir würden es jederzeit wieder tun – es ist schön zu sehen, dass die Begeisterung an unserer Forschung so groß ist.“ Zur Langen Nacht der Wissenschaften in Rostock präsentieren sich Einrichtungen aus der Wissenschaftslandschaft in und um Rostock – nähere Informationen auf < http://www.lange-nacht-des-wissens.de/ >.

29.01.2017 , Nachrichten

Tag der offenen Tür

Etwas zwischen Volksfest und Extra-Seminar Kühlungsborn, 30.01.2017 Raketen zum Selberbauen, hochempfindliche Lasertechnik mit 90 km Reichweite, Netzwerke zusammengeschalteter Radare, globale Zirkulationsmuster in komplexen Modellen, modernste Rechentechnik und gigantische Speicher - zum Tag der offenen Tür am 28.01.2017 standen die Mitarbeiter des IAP Rede und Antwort, öffneten ihre Labore und zeigten Experimente, erklärten ihre Forschungsergebnisse und berichteten über ihre erfolgreiche Forschung. Was haben Meteore mit leuchtenden Nachtwolken zu tun? Was gibt es Neues zum Klimawandel? Wie schnell fliegt eine Rakete? Gibt es in der Luft auch Wellen wie im Meer? Auf Anfrage ging es in die wissenschaftlich-technischen Details wie in einem Extra-Seminar, oder es wurden Bezüge zum Alltag hergestellt. Natürlich wurde keiner in fünf Minuten zum Atmosphärenphysiker, konnte aber bei einem Quiz sein neu erworbenes Wissen unter Beweis stellen. Bei diesem Volksfest der Wissenschaft kam jeder Interessierte auf seine Kosten. Unter den ca. 1300 Besuchern waren Schüler und Lehrer, Eltern und Kinder, Professoren und Studenten – oder ganz einfach neugierige Kühlungsborner. Der Tag der offenen Tür wird vom IAP in unregelmäßiger Folge veranstaltet. Über aktuelle Ereignisse aus dem Institutsleben kann man sich ständig auf den Webseiten < www.iap-kborn.de > informieren.

22.12.2016 , Nachrichten

Kinder-Uni Rostock

„Warum fallen Wolken nicht vom Himmel?“ Kühlungsborn, 22.12.2016 Ein ungewöhnliches Thema für ein ungewöhnliches Publikum: IAP-Direktor Prof. Franz-Josef Lübken gab im Rahmen der Kinder-Uni Rostock am 21. Dezember 2016 eine Vorlesung. Wieso flimmert ein Laserstrahl im Nebel? Woher kommt der Niederschlag? Was hält die Wolken in der Schwebe? Diesen Fragen wurde in der so unterhaltsamen wie lehrreichen Vorlesung nachgegangen. Die kleinen Zuhörer und ihre Begleitung waren gespannt: Anschaulich die Experimente von Jens Söder und Kathrin Baumgarten, faszinierend die Erklärungen des Professors, und aufgeweckt die munteren Fragen - von möglicherweise zukünftigen Physikstudenten? Die Kinder-Uni Rostock wird seit 11 Jahren gemeinsam von der Universität Rostock und der Ostsee-Zeitung veranstaltet – nähere Information auf < http://www.kinderuni-rostock.de/ >.

14.12.2016 , Nachrichten

Leibniz-Festveranstaltung

Die Leibniz-Institute Mecklenburg-Vorpommerns luden zu Theater und Diskussion in die Bühne 602 Kühlungsborn, 14.12.2016 Anlässlich des 370. Geburtstages und des 300. Todestages des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (geboren am 1.7.1646 in Leipzig, gestorben am 14.11.1716 in Hannover) veranstaltet die Leibniz-Gemeinschaft ein großes Themenjahr. Die fünf Leibniz-Institute Mecklenburg-Vorpommerns würdigten diesen Anlass mit einer Festveranstaltung am 13.12.2016 in der Bühne 602. Nach Grußworten von Prof. Klaus-Dieter Weltmann im Namen der Veranstalter, Staatssekretär Sebastian Schröder im Namen des Bildungsministeriums und Prof. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, wurde eine szenische Lesung aus dem „Kalkül“ von Carl Djerassi gegeben. Darin ging es um den Prioritätsstreit zwischen Leibniz und Newton, worin nicht nur Fragen des Wissenschaftlers als moralischem Wesen berührt wurden, sondern auch sein Anspruch auf universelles Weltverständnis. Daran knüpfte sich eine angeregte Diskussion über die Veränderungen, die die Wissenschaft seit Leibniz erfahren hat, an. Einig war man sich in der positiven Bewertung des Evaluierungsverfahrens der Leibniz-Gemeinschaft. Nicht ohne Kontroversen wurde dagegen erörtert, ob es eine effektive „Wissenschafts-Lobby“ gibt und was gegen „Wissenschaftsfeindlichkeit“ unternommen werden kann. „Kernpunkt ist jedenfalls, Begeisterung für Wissenschaft zu wecken und den Wissensdurst der Jugend zu stillen.“, meinte zusammenfassend Prof. Lübken, Direktor des IAP. Anschließend gab es zahlreiche Begegnungen zwischen Wissenschaftlern, Bürgern und Politikern. Der Einladung waren ca. 80 Personen gefolgt, unter ihnen Umweltminister Till Backhaus.

14.11.2016 , Nachrichten

Kooperation mit Universität Greifswald

Untersuchung des Langzeitverhaltens stratosphärischer Aerosole mit Lidar-Instrumenten und Satelliten Kühlungsborn, 14.11.2016 Das erste gemeinsame Forschungsprojekt zwischen der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und dem IAP startete am 14. November 2016 mit einem Treffen in Kühlungsborn. Stratosphärisches Sulphataerosol ist von großer Bedeutung für das Klimasystem, weil es solare Strahlung streut und damit die planetare Albedo der Erde beeinflusst. Es ist außerdem wichtig für die Chemie der Stratosphäre, weil die Aerosolpartikel an der Chloraktivierung sowie an der Bildung polarer stratosphärischer Wolken beteiligt sind. Im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojekts sollen Lidar-Messungen an drei unterschiedlichen Orten genutzt werden: im ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) in Andenes (Norwegen), auf der Davis Forschungsstation (Antarktis) sowie in Kühlungsborn. Neben der Bestimmung des Jahresgangs und dekadischer Variationen liefern die Lidarmessungen Aerosolteilchengrößen, die dringend benötigte Randbedingungen für die Ableitung der stratosphärischen Aerosolextinktion aus Satellitenmessungen darstellen. Ein anspruchsvolles Vorhaben, das nur gemeinsam bewältigt werden kann – darin sind sich Prof. Christian von Savigny (Lehrstuhl für Umweltphysik der Uni Greifswald) und Prof. Franz-Josef Lübken (Direktor des IAP) einig. Das Projekt LESAP (Langzeitvariation der stratospherischen Aerosolextinktion und der Aerosolteilchengrößen bei mittleren und hohen nördlichen Breiten) wird ab November 2016 für drei Jahre von der DFG gefördert.

14.10.2016 , Nachrichten

Spontanes Ungleichgewicht

Arbeitstreffen von Wissenschaftlern aus Deutschland und der Schweiz Kühlungsborn, 14.10.2016 Ein Prozess, der zu Schwerewellen in der mittleren Atmosphäre führt, ist deren Abstrahlung aus dem spontanen Ungleichgewicht. Das sind Situationen, in denen sich die Strömung aus sich selbst heraus, also ohne äußere Störungen, aus dem Kräftegleichgewicht bringt. Wie genau die Dynamik in solchen Fällen abläuft und welche Implikationen sich daraus für die allgemeine Zirkulation ergeben – das sind ungeklärte Fragen. Sie werden im Rahmen einer DFG-Forschergruppe mit numerischen Modellen, Laborexperimenten, Beobachtungsdaten sowie statistischen Methoden untersucht. Dazu tauschten sich zehn Spezialisten von der Goethe-Universität Frankfurt, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus/Senftenberg, der Universita della Svizzera Italiana Lugano (Schweiz) sowie dem IAP im Rahmen eines Arbeitstreffen am 12./13.10.2016 in Kühlungsborn aus. Nach Einschätzung des Projektsprechers Uwe Harlander (BTU) „haben sich durch die gemeinsame statistische und physikalische Auswertung von Simulationen und Experimenten neue Erkenntnisse ergeben, die nun in eine Reihe von Veröffentlichungen eingehen“. Der Projekt “Spontanes Ungleichgewicht” ist Bestandteil der von der DFG geförderten Forschergruppe MSGWaves (MultiScale Dynamics of Gravity Waves), in der zehn Institute zusammenarbeiten. Ziel ist, die Dynamik von Schwerewellen besser zu verstehen und entsprechend in Wetter- und Klimamodellen zu berücksichtigen. Das Projekt läuft seit Dezember 2014 - weitere Informationen sind auf der Webseite < https://ms-gwaves.iau.uni-frankfurt.de/index.php/projects/si > zu finden.

23.09.2016 , Nachrichten

9th Trend Workshop

Renommierte Veranstaltung fand erstmals in Deutschland statt Kühlungsborn, 23.09.2016 104 Wissenschaftler und Studenten aus 16 Ländern kamen vom 19. bis 23. September im neuen Erweiterungsbau des IAP zusammen, um sich zu langfristigen Veränderungen und Trends in der Atmosphäre auszutauschen. Der neunte der seit 1999 alle zwei Jahre stattfindenden Trend Workshops fand erstmals in Deutschland statt und behandelte folgende Themen: Beobachtete Trends und langfristige Veränderungen in der mittleren AtmosphäreModellierte und vorhergesagte Trends und langfristige VeränderungenTrends und langfristige Veränderungenin der Ionosphäre und ThermosphäreDynamische, physikalische, chemische und radiative Mechanismen• Rolle der mittleren Atmosphäre für das KlimaTrends in der gesamten Atmosphäre, die relevant für das deutsche Forschungsprojekt ROMIC sind. Insgesamt 74 Vorträge und 17 Poster beleuchteten den aktuellen Stand und jüngsten Fortschritt im Verständnis von Trends und langfristigen Veränderungen, zum Beispiel durch solare Variabilität, von der Erdoberfläche bis zur oberen Thermosphäre. Sowohl anthropogene Effekte als auch Variationen durch den elfjährigen Sonnenzyklus und andere Quellen natürlicher Variabilität wurden behandelt. Die Diskussion schloss Beobachtungen verschiedener atmosphärischer Parameter und Ergebnissen von Modellen ein. Es herrschte Übereinstimmung darin, die Ergebnisse dieses Treffens in einem Sonderband einer begutachteten Zeitschrift, nämlich dem Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, zu veröffentlichen. Der Trend Workshop 2016 wurde von folgenden Organisation unterstützt: IAGA (International Association of Geomagnetism and Aeronomy), ICMA (International Commission of n the Middle Atmosphere) / IAMAS (International Association of Meteorology and Atmospheric Sciences), dem Program ROSMIC (Role Of the Sun and the Middle atmosphere/thermosphere/ionosphere In Climate) von VarSITI (Variability of the Sun and Its Terrestrial Impact) / SCOSTEP (Scientific Committee On Solar-Terrestrial Physics), der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), dem IAP (Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik) und der BMBF-Fördermaßnahme ROMIC (Role of the Middle Atmosphere in Climate). Weitere Informationen zur Konferenz auf der Webseite < https://www.iap-kborn.de/1/current-issues/events/trends2016/ >.

12.07.2016 , Nachrichten

Space Weather Summer Camp

24 Studenten aus Amerika, Afrika und Europa machen Station im IAP Kühlungsborn, 12.07.2016 Auf den Spuren der Geschichte der Raketenentwicklung erwarteten die Studenten Vorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Fragen, praktische Kurse und interessante Begegnungen in führenden Forschungseinrichtungen. Je acht Studenten aus den USA, Deutschland und, zum ersten Mal, Südafrika hatten sich beworben und wurden zur Teilnahme am Joint Space Weather Summer Camp ausgewählt. Die ersten eineinhalb Wochen fanden in Hermanus (Südafrika) statt. In Mecklenburg-Vorpommern führte die Studenten der Weg ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Neustrelitz, das Raketenmuseum Peenemünde und das Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn. Dort gaben Wissenschaftler des IAP und von der Universität Rostock Vorträge zu Radartechnik, Atmosphärendynamik und Sternenphysik, Führungen durch das Raketenlabor des Instituts und die praktische Übung des Starts und der Auswertung einer Radiosonde. Erlebnis- und erkenntnisreiche Tage, bevor es dann zur Rückreise nach Berlin ging. Das Joint Space Weather Summer Camp wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Neustrelitz, der University of Alberta (UA) at Huntsville sowie der South African National Space Agency (SANSA) organisiert. Kurze Information gibt es auf dem Faltblatt < http://www.dlr.de/dlr/Portaldata/1/Resources/documents/Flyer_Summer_Camp_16.pdf >.