Nachrichten

06.11.2018 , Nachrichten

Second FISAPS Workshop

Aktuelle Fragen der atmosphärischen Turbulenz erörtert Kühlungsborn, 09.11.2018 Wenn ein Flugzeug plötzlich durchgeschüttelt wird oder sich warme mit kalten Luftmassen vermischen – dann spielt Turbulenz eine Rolle. Wie sie sich genau vermessen lässt oder wie sie sich im Zuge des globalen Wandels ändert – das waren Themen des Arbeitstreffens zu feinskaligen atmosphärischen Prozessen und Strukturen (FISAPS), das vom 6. bis 8. November im Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik stattfand. 35 Fachwissenschaftler aus Deutschland, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Südkorea, Indien, Australien, Japan und Großbritannien sind zusammengekommen, um aktuelle Fragen der atmosphärischen Turbulenz zu erörtern. Diese sich im Bereich von Sekunden und Zentimtern sehr schnell ändernden Größen vor Ort zu erfassen geht nur mit hochempfindlicher Instrumentierung, die auf einen geeigneten Träger (zum Beipiel Flugzeug oder Ballon) montiert sein muss. Speziell wurde diskutiert, wie sich verschiedene Einzelaktivitäten auf internationaler Ebene zusammenführen lassen. So wurde vereinbart, dass demnächst der am IAP entwickelte ballongetragene Turbulenzsensor zusammen mit Instrumenten der Universität von Colorado zum Einsatz kommen soll. Schließlich möchte man lokale Prozesse auch in globale Zusammenhänge einordnen. So ist die Frage, ob sich in 8 bis 10 km befindliche Starkwindbänder und die daran gekoppelte Turbulenz im Zuge des Klimawandels verlagern, auch für Flugzeuge wichtig.

17.07.2018 , Nachrichten

Physikerin der Woche

Dr. Kathrin Baumgarten von der DPG ausgewählt Kühlungsborn, den 17.07.2018 Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat einen Arbeitskreis Chancengleichheit (AKC) eingerichtet, der jede Woche eine erfolgreiche Physikerin vorstellt. Für die 29. Woche des Jahres 2018 fiel die Wahl auf Dr. Kathrin Baumgarten, Postdoktorandin am IAP. Sie beschäftigt sich mit Lidar-Beobachtungen der mittleren Atmosphäre, speziell mit Signaturen von Gezeiten und Schwerewellen. Mittlerweile kann sie fünf Veröffentlichungen in begutachteten Fachzeitschriften vorweisen, darunter zwei als highlight hervorgehobene, womit ihre Kompetenz ausdrücklich unter Beweis gestellt ist.

09.07.2018 , Nachrichten

Menschengemachter NLC-Trend

Pressemitteilung der AGU zu IAP-Artikel Kühlungsborn, den 18.07.2018 Anthropogene Einflüsse verändern die Sichtbarkeit von leuchtenden Nachtwolken – das ist das Ergebnis einer kürzlich in den Geophysical Research Letters erschienenen Untersuchung von IAP-Wissenschaftlern. Darauf machte die Wissenschaftsorganisation AGU in einer Pressemitteilung aufmerksam. Diese Wolken zeigen sich in Sommernächten, wenn Eiskristalle in ca. 83 km Höhe von der Sonne angestrahlt werden. Dazu muss es nicht nur kalt genug sein - es muss auch ausreichend Wasserdampf vorhanden sein. Während die Kälte die Entstehung vieler kleiner Eiskristalle begünstigt, bewirkt die Feuchte die Bildung von besser sichtbaren größeren Teilchen. Es ist den Autoren gelungen zu zeigen, dass das Treibhausgas Methan das entscheidende Verbindungsstück zwischen menschlicher Aktivität und den mesosphärischen Eiswolken ist. Methan wird in der mittleren Atmosphäre zu Wasserdampf umgewandelt, , der sich dort somit seit 1800 um 40 % erhöht hat. “Dass das durch die Atmosphäre nach oben transportierte Methan über 100 Jahre einen so deutlichen Effekt hat, hat uns selber überrascht”, so der Hauptautor Franz-Josef Lübken.

27.06.2018 , Nachrichten

Verlässlich personalbewusst

Zertifikat zum audit berufundfamilie erneut bestätigt Kühlungsborn, den 27.06.2018 Es geht um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Finden von individuellen Lösungen in verschiedenen Lebensphasen und -stationen, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeit oder Unterstützung bei der Kindergarten- und Wohnungssuche. In Anerkennung des Auditierungsprozesses wurde dem Institut am 27. Juni 2018 für weitere drei Jahre das Zertifikat „Beruf und Familie“ erteilt. Das IAP ist in diesem Jahr eine der 64 Einrichtungen, die das Zertifikat zum zweiten Mal bestätigt bekommen, und die einzige aus Mecklenburg-Vorpommern. Die offizielle Pressemitteilung zur Zertifikatsverleihung ist hier oder da.

19.04.2018 , Nachrichten

Erfolgreiche PMWE-Starts

Aktuelle Informationen vom Höhenforschungsraketenprojekt Kühlungsborn, den 19.04.2018 Die erste Kampagne des PMWE-Projekts lief vom 08.04.2018 bis 18.04.2018 – zwei Höhenforschungsraketen wurden erfolgreich gestartet. Polare Mesosphärische Winter-Echos (PMWEs) sollten vermessen werden und wurden tatsächlich erfolgreich beprobt - die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus.

18.01.2018 , Nachrichten

Sondertatbestand genehmigt

Start für VAHCOLI Kühlungsborn, den 18.01.2018 Dreidimensional Wind und Temperatur bis 100 km Höhe mittels multipler Doppler-Lidar zu vermessen ist ein innovatives Vorhaben, das als Sondertatbestand VAHCOLI (englisch für Vertical And Horizontal COverage by LIdar) mit ca. 2 Millionen Euro für 2 Jahre vom Bund und Land Mecklenburg/Vorpommern unterstützt wird. Mit der Entwicklung eines neuartigen, diodengepumpten Alexandritlasers samt hochintegrierter Elektronik und Optik sind erstmals die dazu notwendigen kompakten und automatischen Systeme möglich geworden. Der wissenschaftliche Nutzen besteht in hochauflösenden Messungen, die z.B. eine gezielte Untersuchung von Schwerewellen erlaubt. Nach jahrelangen Vorbereitungen kann nun der Bau beginnen.

05.09.2017 , Nachrichten

Neue Verwaltungsleiterin

Amtseinführung von Diplom-Ökonomin Caren Schmidt Kühlungsborn, 07.09.2017 Seit August 2017 ist Frau Schmidt Verwaltungsleiterin am Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn. Sie hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Ökonomin studiert und verfügt über weitgefächerte berufliche Erfahrung in der kommunalen und wissenschaftlichen Verwaltung, in den letzten Jahren am Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf. In Kühlungsborn warten als erste Herausforderungen die Organisation einer internationalen Konferenz sowie der Neubau eines Messlabors - die Kolleginnen und Kollegen des IAP wünschen ihr einen guten Start. Die Verwaltung des IAP besteht aus acht Personen, die sich neben Personal und Mittelbewirtschaftung auch um Baumaßnahmen sowie den Fuhrpark kümmern. Sie sorgen für ein optimales Arbeitsklima der ca. 90 Angestellten des Instituts.

05.09.2017 , Nachrichten

Forschungstransfer gefördert

1.5 Mio. Euro für die fünf Leibniz-Institute im Nordosten Kühlungsborn, 07.09.2017 Für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken entwickeln die fünf Leibniz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern eine innovative Struktur. Das gemeinsame Projekt heißt „Modell für institutsübergreifende Leistungen für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken“ und befasst sich mit dem Wissenstransfer aus hochentwickelten heterogen ausgerichteten Forschungseinrichtungen. Jeder der Partner stellt den anderen einen von fünf Modulen zur Verfügung: „Erschließung neuer Märkte“, „Bereitstellung von Forschungsinfrastrukturen“, „Compliance“, „Wissenstransfer in die Schulen zur Nachwuchsförderung“ bzw. „Alumni-Netze für strategische Orientierungen“. Die Abgleichung, Absicherung und Erbprobung dieser Struktur soll in einer Testphase erfolgen. Das Projekt wird ab dem 1. Juli 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,5 Mio. Euro gefördert. Die beteiligten Institute sind das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) in Kühlungsborn, das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf, das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock. Ansprechpartner am IAP ist Dr. Ronald Eixmann. Die ausführliche Pressemitteilung des FBN ist unter < https://www.fbn-dummerstorf.de/fileadmin/media/PDF-PI/fbn-pm-2017-06.pdf > zu finden.

15.08.2017 , Nachrichten

EOS Research Spotlight

Zwei Artikel von IAP-Autoren im Zentrum der Aufmerksamkeit Kühlungsborn, 15.08.2017 Die Identifizierung von Wellenmustern in Lidar- und Radarbeobachtungen der mittleren Atmosphäre wurde von EOS in den Blickpunkt gerückt. „Wellen am Himmel sortieren“ – so ist der Beitrag überschrieben, der die aktuelle Originalarbeit von Kathrin Baumgarten, Michael Gerding und Franz-Josef Lübken aus dem IAP hervorhebt. Darin geht es um die Auswertung eines 6150 Messstunden umfassenden Datenmassivs von Lidarmessungen aus 30 – 70 km Höhe über Kühlungsborn (54 °N, 12 °O). Durch eine Kombination von zeitlichen und vertikalen Filtern werden Schwerewellen und Gezeiten separiert, was detaillierte Rückschlüsse auf die Dynamik der Atmosphäre erlaubt. Wie mit der Vermessung von Meteorschweifen die mittlere Atmosphäre untersucht werden kann, ist Inhalt des zweiten Beitrags. Insbesondere geht es um die Anwendung stereografischer Methoden, die von Jorge L. Chau und Gunter Stober am IAP entwickelt worden sind und nun auf 12 Jahre Daten aus Andenes und Tromsö angewandt werden. In dem 400 km weiten Messvolumen wurden mesoskalige Wirbel identifiziert, die einen Jahresgang aufweisen – eine bisher nur indirekt zugängliche Information. EOS – Earth and Space Science News - ist ein Informationsblatt der AGU, das monatlich erscheint. In den Research Spotlight wird aus den AGU-Fachzeitschriften referiert. Die erwähnten Beiträge sind Baumgarten, K., M. Gerding & F. J. Lübken, 2017: Seasonal variation of gravity wave parameters using different filter methods with daylight lidar measurements at midlatitudes. J. Geophys. Res. Atmos. 122, 5: 2683-2695, https://doi.org/10.1002/2016jd025916.Branscombe, A. (2017), Sorting waves in the sky, Eos, 98, https://doi.org/10.1029/2017EO076713 . Published on 30 June 2017.Chau, J. L., G. Stober, C. M. Hall, M. Tsutsumi, F. I. Laskar & P. Hoffmann, 2017: Polar mesospheric horizontal divergence and relative vorticity measurements using multiple specular meteor radars. Radio Sci. 52,  7: 811-828, https://doi.org/10.1002/2016rs006225. Underwood, E. (2017), Tracking meteor trails to study the mesosphere, Eos, 98, https://doi.org/10.1029/2017EO079237 . Published on 09 August 2017.

04.07.2017 , Nachrichten

Physik-Journal-Aufmacher

ALOMAR auf dem Deckblatt und IAP in ausführlichen Berichten Kühlungsborn, 04.07.2017 Atmosphärenphysik war der Schwerpunkt des Juli-Heftes des Physik-Journals, der mit einem Bild des ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) auf dem Deckblatt seinen Aufmacher fand. Das IAP gehört zu den Gründungsinstituten des ALOMAR, das in Nord-Norwegen liegt. Unweit der Lidar-Systeme sind Radar-Anlagen und Startplätze für Höhenforschungsraketen installiert – eine hervorragende Infrastruktur, um Einblicke in die Physik der Atmosphäre zu erhalten. Wie sich der Forscheralltag auf ALOMAR gestaltet, darüber hat Frau Dr. Maike Pfalz einen interessanten und detailreichen Artikel geschrieben. Ein weitere Beitrag unter Federführung des IAP nimmt Stellung zum Klimawandel, für den die mittlere Atmosphäre eine entscheidende Rolle spielt. Insgesamt sechs Artikel stellen in dieser Ausgabe des Physik-Journals den aktuellen Stand der Forschung aus der Sicht führender Atmosphärenforscher dar. Das Physik-Journal wird monatlich von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft herausgegeben - die Heimseite das Juli-Hefts 2017 ist < http://www.prophysik. de/details/physikjournalIssue/10562220/PJ_Juli_2017.html >.