Nachrichten

07.04.2025 , Nachrichten

Tag der offenen Tür 2025

Kühlungsborn, 07.04.2025 - Am 10. Mai 2025 öffnet das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn von 13 bis 17 Uhr seine Türen für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der atmosphärenphysikalischen Forschung zu werfen. In kurzen Einführungsvorträgen erhalten Sie Einblicke in die vielfältigen Forschungsgebiete des Instituts – von Wetter- und Klimaprozessen über die Dynamik der mittleren Atmosphäre bis hin zu satellitengestützten Beobachtungen. Was Sie außerdem erwartet:Im gesamten Institut geben unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an thematischen Stationen anschauliche Einblicke in ihre Arbeit – von Radar- und Lidar-Messungen über numerische Modelle bis hin zu Höhenforschungsraketen. Kinderprogramm:Auch junge Gäste können Wissenschaft hautnah erleben! Im Kinderbereich warten spannende Mitmach-Experimente – und als besonderes Highlight startet um 16:15 Uhr ein großer Wetterballon. Anreise:Nutzen Sie gerne den Radweg entlang der Schloßstraße (L11). Eine begrenzte Zahl an Parkplätzen steht zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie uns mit dem Rufbus Rubi erreichen (mehr Informationen).  Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen gemeinsamen, erkenntnisreichen Nachmittag am IAP! Vortragsprogramm 13:30 & 15:00 Uhr – Einführung ins IAP und AG Satellitendatenanalyse13:45 & 15:15 Uhr – Abteilung Radarsondierungen14:00 & 15:30 Uhr – Abteilung Optik & Höhenforschungsraketen14:15 & 15:45 Uhr – Abteilung Modellierung atmosphärischer Prozesse

21.01.2025 , Nachrichten

Erfolgreiche Dissertation: Thorben Mense verteidigt seine Arbeit an der Universität Rostock

Kühlungsborn, 21.01.2025 - Am Freitag, den 17. Januar 2025, hat Thorben Mense erfolgreich seine Dissertation an der Universität Rostock verteidigt. Die Arbeit trägt den Titel: „Multi Field of View Observations of Wind, Aerosol and Temperature using a Compact, Frequency Scanning Lidar“. In seiner Forschung hat Dr. Mense das am IAP entwickelte VAHCOLI-System (Vertical And Horizontal COverage by LIdar) entscheidend weiterentwickelt. Dabei wurde das Doppler-Lidarsystem so erweitert, dass es simultane Messungen von Wind, Temperatur und Aerosolen mit mehreren Blickrichtungen ermöglicht. Technologische Innovationen wie ein verbessertes Teleskopdesign, neue Mechanismen zur Strahlumschaltung und integrierte Temperaturmanagementsysteme bildeten dafür die Voraussetzungen.  Die Leistungsfähigkeit des Systems konnte in Messkampagnen am IAP zwischen Dezember 2022 und April 2023 demonstriert werden. Zu den Ergebnissen zählen die Bestimmung von 3D-Winden bis in Höhen von 25 km, präzise Aerosolmessungen und die Berechnung von Temperaturen in aerosolreichen Schichten. Die Qualität der Messungen konnte zudem durch Vergleiche mit Wettermodellen und Satellitendaten bestätigt werden.  Die Arbeit verdeutlicht das Potenzial von VAHCOLI, insbesondere für zukünftige Messkampagnen sowie die Validierung von weltraumgestützten Lidarsystemen.  Darüber hinaus markierte diese Verteidigung einen besonderen Moment: Thorben Mense war der letzte Doktorand unter der Betreuung von Prof. Franz-Josef Lübken, dem ehemaligen Direktor des IAP. Wir gratulieren Dr. Mense herzlich zu diesem Erfolg!

10.01.2025 , Nachrichten

Einblick in die Ignorosphäre: Antrittsvorlesung von Prof. Baumgarten

Kühlungsborn, 10.01.2025 - Gestern hielt Prof. Gerd Baumgarten seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Einblick in die Ignorosphäre: Wachsende Herausforderungen an der Grenze zum Weltraum“ an der Universität Rostock. Die Vorlesung bot spannende Einblicke in die Erforschung der oberen Atmosphäre. Prof. Baumgarten erläuterte die Bedeutung der atmosphärischen Dynamik in etwa 100 km Höhe, einer Region, die Energie und Impuls durch die gesamte Atmosphäre transportiert. Besonders hob er die innovative Entwicklung von Doppler-Lidars hervor, die es ermöglichen, Temperaturen und Wind bis in Höhen von 80 km zu messen. Einen Schwerpunkt seiner Vorlesung bildete die sogenannte „Ignorosphäre“ – der weitgehend unerforschte Höhenbereich zwischen 50 und 200 km. Prof. Baumgarten erläuterte wie, wie diese Beobachtungslücke es erschwert, physikalische Prozesse in diesem Bereich zu verstehen und zu modellieren und wie optische Fernerkundungstechniken dazu beitragen diese Lücke zu verringern.  Abgerundet wurde die Vorlesung durch Ausführungen zu neuen Problemen, die durch die industrielle Nutzung des erdnahen Weltraums und die zunehmende Verschmutzung der oberen Atmosphäre entstehen. Prof. Baumgarten zeigte auf, wie wichtig gezielte Forschung ist, um diese Entwicklungen zu begleiten und ihr Auswirkungen auf die Atmosphäre zu verstehen. Die Veranstaltung verdeutlichte die Schlüsselrolle der atmosphärischen Forschung für das Verständnis unserer Umwelt und für die Gestaltung einer nachhaltigen Nutzung des Weltraums.

20.12.2024 , Nachrichten

Prof. Jorge Chau als SCOSTEP Fellow geehrt

Kühlungsborn, 20. Dezember 2024 – Prof. Jorge Chau, Leiter der Abteilung Radarsondierungen am Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik, wurde zum SCOSTEP Fellow ernannt. Diese lebenslange Anerkennung würdigt seine herausragenden Beiträge zur Erforschung der oberen Atmosphäre in verschiedenen Breitengraden sowie sein Engagement für die wissenschaftlichen Ziele von SCOSTEP und deren bildungsorientierte Ausrichtung. SCOSTEP, das Scientific Committee on Solar-Terrestrial Physics, wurde 1966 vom Internationalen Wissenschaftsrat (International Science Council, kurz ISC) gegründet. Seitdem hat SCOSTEP zahlreiche wegweisende Programme initiiert, darunter Studien zur Magnetosphärenforschung, zu Prozessen in der mittleren Atmosphäre und zu Zyklen der Sonnenaktivität. Das SCOSTEP Fellows Programm wurde 2021 ins Leben gerufen und ehrt nachhaltige und einflussreiche Beiträge zum Fachgebiet sowie zu den Initiativen von SCOSTEP. Die Leistungen von Prof. Chau stehen exemplarisch für die Ziele des Programms und unterstreichen seinen Einsatz für interdisziplinäre Forschung und internationale Zusammenarbeit. Das IAP gratuliert Prof. Jorge Chau herzlich zu dieser prestigeträchtigen Auszeichnung.

12.12.2024 , Nachrichten

Dr. Toralf Renkwitz zum Honorarprofessor an der Hochschule Wismar ernannt

Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik  gratuliert Dr.-Ing. Toralf Renkwitz herzlich zur Ernennung zum Honorarprofessor an der Hochschule Wismar.Die feierliche Übergabe der Urkunde fand am 10. Dezember 2024 statt. Dr. Renkwitz wird zukünftig das Lehrgebiet Nachrichtentechnik/Kommunikationstechnik vertreten. Bereits seit 2018 unterstützt Dr. Renkwitz die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar. Nach einer einjährigen Vertretungsprofessur im Bereich „Elektromagnetische Verträglichkeit und Zuverlässigkeit“ ist er seither mit regelmäßigen Lehraufträgen im Bereich Elektrotechnik und Informatik aktiv. Darüber hinaus leitet er das „Nachrichtentechnische Projekt“ im Masterstudiengang Informations- und Elektrotechnik und gibt den Studierenden die Möglichkeit, von seiner umfangreichen Praxiserfahrung zu profitieren. Als Senior Research Scientist am IAP verfügt Dr. Renkwitz über langjährige Expertise in der Radartechnik zur Erforschung der Dynamik und Ionisation der mittleren Atmosphäre. Diese Fachkompetenz bereichert nicht nur die Lehre an der Hochschule Wismar, sondern ermöglicht es Studierenden auch, im Rahmen von Abschlussarbeiten eigene Forschungserfahrung zu sammeln. Diese Verbindung von Wissenschaft und Praxis fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs in besonderer Weise. Mit seiner Ernennung zum Honorarprofessor wird das Engagement von Dr. Renkwitz gewürdigt, der durch seine Lehre und Forschung einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung künftiger Ingenieurinnen und Ingenieure leistet.

26.11.2024 , Nachrichten

Erfolgreiche Promotionsverteidigung von Ashique Vellalassery

Am Freitag den 22.11.2024 hat Ashique Vellalassery, Doktorand am IAP, erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel "Long-term trends and solar cycle response of Noctilucent Clouds" an der Universität Rostock verteidigt. Die Arbeit untersuchte die höchsten Wolken der Erdatmosphäre – leuchtende Nachtwolken (Noctilucent Clouds, NLCs) – als Indikatoren für atmosphärische Hintergrundbedingungen. Im Fokus standen der Einfluss des 11-jährigen Sonnenzyklus und die Auswirkungen steigender Treibhausgaskonzentrationen auf NLCs, Wasserdampf und Temperaturen über 170 Jahre hinweg. Eine zentrale Erkenntnis ist die höhenabhängige Reaktion des Wasserdampfs auf den Sonnenzyklus in Gegenwart von NLCs, die sich nach 1960 verstärkt zeigt. Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg! 

12.11.2024 , Nachrichten

Antrittsvorlesung von Prof. Claudia Stephan an der Universität Rostock

Am vergangenen Donnerstag hielt Prof. Claudia Stephan, seit Jahresbeginn Professorin für Theoretische Atmosphärenphysik an der Universität Rostock, ihre Antrittsvorlesung zum Thema „Weather forecasts and climate predictions to the edge of space“ (auf Deutsch: „Wettervorhersagen und Klimaprognosen bis an den Rand des Weltraums“). Sie gewährte Einblicke in die Veränderungen, die aktuell in der Erdatmosphäre ablaufen, und beleuchtete die Herausforderungen sowie Potenziale moderner Atmosphärenmodelle. Während die Troposphäre sich im Zuge des Klimawandels erwärmt, kühlt die mittlere und obere Atmosphäre mit Raten von bis zu -2°C pro Dekade ab, was zu einer Schrumpfung dieser Schichten führt. Dieser Prozess hat direkte Auswirkungen auf die Lebensdauer und Flugbahnen von Satelliten und Weltraumschrott. Gleichzeitig nimmt die Nutzung des Weltraums für zivile, kommerzielle und militärische Anwendungen stark zu, wodurch der Bedarf an präzisen Modellen für die oberen Atmosphärenschichten steigt. Vor diesem Hintergrund betonte Prof. Stephan die Bedeutung eines neuen numerischen Modells, das Wetter- und Klimadaten für Höhenlagen über 50 km bereitstellen kann. Ihre Forschung zielt darauf ab, die Modellierung der Atmosphäre in Höhen jenseits von 50 km zu verbessern, um fundierte Einblicke in einen Bereich zu liefern, der für wissenschaftliche und technische Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

27.09.2024 , Nachrichten

Jennifer Hartisch erhält U.R.S.I. Posterpreis

Bei der diesjährigen Kleinheubacher Tagung, die der U.R.S.I. Landesausschuss in Deutschland anlässlich seines 70-jährigen Bestehens veranstaltete, gewann IAP Doktorandin Jennifer Hartisch den dritten Platz bei den Young Scientist Best Paper Awards (YS-BPA). Aus 20 Einreichungen, die von mindestens zwei Gutachtern aus verschiedenen Kommissionen bewertet wurden, wurden zehn Young Scientist Awards vergeben, von denen die drei besten mit dem begehrten YS-BPA ausgezeichnet wurden. Die Kleinheubacher Tagung deckt das gesamte Spektrum der Union Radio-Scientifique Internationale (U.R.S.I.) ab, wobei das diesjährige Programm 81 Vorträge in acht regulären und drei Sondersitzungen umfasste. Darüber hinaus wurden zwei Plenarvorträge von Dr. Julius Zimmermann von der Universität Pavia, Italien, und Prof. Ari Sihvola, dem Präsidenten der U.R.S.I. und Professor an der Aalto-Universität, Finnland, gehalten. Herzlichen Glückwunsch an Jennifer Hartisch für diese herausragende Leistung! im Bild: von links nach rechts: Prof. Simon Adrian (Wissenschaftlicher Tagungsleiter), Dr. Alexander Kraus (Leiter des Award-Komitees), Jennifer Hartisch, Prof. Ari Sihvola (Präsidenten der U.R.S.I. und Professor an der Aalto-Universität, Finnland), Prof. Dr.-Ing. Ludger Klinkenbusch (Vorsitzender des U.R.S.I. Landesausschuss in Deutschland e.V.). Fotograf: Prof. Klinkenbusch, Mitglied des diesjährigen Organisationsteams im Auftrag des Landesvorsitzenden der URSI Deutschland

23.09.2024 , Nachrichten

Erfolgreiche MST16/iMST3-Konferenz in Rostock

Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik organisierte kürzlich den 16. Internationalen Workshop zu technischen und wissenschaftlichen Aspekten von MST-Radar und -Lidar (MST16/iMST3) in der historischen Aula der Universität Rostock. An dieser prestigeträchtigen Veranstaltung nahmen 150 Experten aus 20 Ländern und sechs Kontinenten teil, was die globale Ausrichtung der Konferenz widerspiegelt. MST16/iMST3 fand vom 9. bis 13. September 2024 statt und war nach der MST13-Konferenz im Jahr 2012 in Kühlungsborn das zweite Mal, dass das IAP Gastgeber der Veranstaltung war. Der diesjährige Workshop zeichnete sich dadurch aus, dass die Lidar-Wissenschaft in das traditionell auf Radar ausgerichtete Programm integriert wurde, was neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Radar-, Lidar- und Satellitenbeobachtungen bot. Die Konferenz zielte darauf ab, die Grenzen der Atmosphärenforschung zu erweitern, indem sie sich auf Radar- und Lidarforschung konzentrierte und Themen wie atmosphärische Dynamik, Schwerewellen und Turbulenz in der Troposphäre, Stratosphäre und Mesosphäre behandelte. Im Vorfeld der Konferenz fand zudem am IAP in Kühlungsborn die iMST Lidar and Radar School 2024 statt. Die Schule bot den Teilnehmenden eine Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen der atmosphärischen Schichten, von der Troposphäre bis zur Thermosphäre, sowie praktische Übungen zur Lidar- und Radartechnik. Auf diese Weise erwarben die Teilnehmer wesentliche Kenntnisse über moderne Messverfahren, die für die Weiterentwicklung der Atmosphärenforschung und das Verständnis der Dynamik atmosphärischer Prozesse unerlässlich sind. Im Anschluss an die Schule bot die Konferenz eine Woche lang ausführliche Diskussionen und Präsentationen, in denen eine breite Palette von Themen erörtert wurde. Zu den Höhepunkten gehörte eine Grundsatzrede von Prof. Mamoru Yamamoto von der Universität Kyoto, der über 40 Jahre MU-Radar und dessen anhaltenden Einfluss auf die Atmosphärenforschung sprach. Am dritten Tag gab es eine Postersession und Führungen durch die Einrichtungen des IAP in Kühlungsborn, die praktische Einblicke in die Forschung des Instituts boten. Seit ihrer Gründung im Jahr 1984 sind die MST-Workshops führend in der Atmosphären- und Ionosphärenforschung. MST16/iMST3 setzte diese Tradition fort, indem es Lidar-Beobachtungen einbezog, den wissenschaftlichen Rahmen erweiterte und die globale Zusammenarbeit förderte. Den Abschluss der Konferenz bildeten Diskussionen über jüngste Fortschritte und Pläne für die Zukunft, die den Weg für weitere Kooperationen und Innovationen in der Atmosphärenforschung ebneten. Das IAP und der internationale Lenkungsausschuss sind bestrebt, den Schwung mitzunehmen, und freuen sich auf künftigen Editionen der MST-Konferenz.

04.09.2024 , Nachrichten

ALOMAR: Drei Jahrzehnte Spitzenforschung in der Arktis – Rückblick und Ausblick

Am 16. Juni 1994 wurde das ALOMAR-Observatorium (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) auf der Insel Andøya in Nordnorwegen eröffnet. Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums fand vergangene Woche ein Symposium auf der Andøya Rocket Range statt, um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Forschungsstandortes zu reflektieren und zu diskutieren. Der Geist von ALOMAR In seinen Begrüßungsworten betonte Kjell-Are Johansen, Bürgermeister von Andøya, die besondere Bedeutung des Observatoriums: „ALOMAR ist mehr als nur ein Observatorium. Es ist ein Symbol dafür, was erreicht werden kann, wenn Wissenschaft und Ingenieurwesen Hand in Hand arbeiten.“ Gerd Baumgarten, Leiter der Abteilung Optische Sondierungen und Höhenforschungsraketen am IAP, unterstrich diesen Gedanken und beschrieb ALOMAR als einen Ort, an dem Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden – er nannte dies den „Geist von ALOMAR“.  Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister hatte Eivind Thrane, einer der Mitbegründer von ALOMAR, die Ehre, den ersten Vortrag des Symposiums zu halten – nur einen Tag nach seinem 90. Geburtstag. Er erinnerte an die Anfänge des Observatoriums und überbrachte auch Grüße von Ulf von Zahn, einem weiteren Mitbegründer und erstem Direktor des IAP, der leider nicht persönlich anwesend sein konnte. Die folgenden Vorträge der Wissenschaftler boten einen umfassenden Überblick über die Forschungsaktivitäten und Erfolge des Observatoriums. Martin Flügge, Direktor für bodengestützte Instrumente bei Andøya Space, sprach über die troposphärischen Messungen bei ALOMAR und hob die idealen Bedingungen des Standorts hervor. Kolbjörn Blix, Vizepräsident für Sub-Orbital bei Andøya Space, beleuchtete hingegen die Rolle von ALOMAR bei der Entwicklung und Durchführung von Raketenexperimenten. Ein wissenschaftlicher Hotspot der Atmosphärenforschung Aber nicht nur vergangene Erfolge, sondern auch die Zukunft von ALOMAR standen im Mittelpunkt des Symposiums. Eine leuchtende Zukunft stellte beispielsweise Gerd Baumgarten ALOMAR in Aussicht - nicht zuletzt aufgrund der Zunahme leuchtender Nachtwolken, die Gegenstand seiner Forschung sind. Ralph Latteck, Wissenschaftler im Bereich Radarsondierungen am IAP, gab hingegen einen Überblick über die Entwicklung der Radarforschung bei ALOMAR. Er präsentierte zudem aktuelle Projekte wie MAARSY3D oder den weiteren Ausbau des SIMONe Netzwerkes. Die herausgehobene Rolle von ALOMAR als wissenschaftlicher Hotspot aufgrund seiner einzigartigen Lage und der speziellen atmosphärischen Bedingungen in der Arktis wurden von Claudia Stolle, Direktorin des IAP, hervorgehoben. In ihrer Vision für die Zukunft des Observatoriums betonte sie die Bedeutung der Fortführung langfristiger Zeitreihen zur Klimamodellierung, die Analyse von Trends und die Erweiterung der mobilen Instrumentierung. Zudem kann ALOMAR vor dem Hintergrund des neu eröffneten Andøya Spaceports einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung des Weltraumverkehrs und zur Untersuchung seiner Auswirkungen leisten.   Das 30-jährige Jubiläum des ALOMAR-Observatoriums unterstreicht seine Bedeutung als internationale Forschungseinrichtung. Mit seinem multidisziplinären Ansatz und seinen hochentwickelten Instrumenten ist ALOMAR bestens gerüstet, um auch in Zukunft eine Schlüsselrolle in der Atmosphärenforschung zu spielen.