Nachrichten

16.07.2024 , Nachrichten

Leibniz Gemeinschaft fördert innovatives Forschungsprojekt zur Atmosphärenphysik

Das IAP freut sich, bekanntzugeben, dass das von Prof. Dr. Claudia Stephan im Leibniz-Professorinnenprogramm beantragte Projekt „IMPAGT“ bewilligt wurde. IMPAGT (Investigating MLT Processes with Atmospheric modelling from Ground to lower Thermosphere) entwickelt neue Modellierungs- und Analysestrategien, um die Prozesse in der Mesosphäre und Thermosphäre (MLT) im Zusammenhang mit dem gesamten Erdsystem und darüber hinaus zu verstehen. Die MLT spielt eine wichtige Rolle in der Atmosphärenforschung, da sie sowohl für die sich schnell entwickelnde Raumfahrtinfrastruktur als auch für den Klimawandel von großer Bedeutung ist. IMPAGT verfolgt das Ziel, das numerische Wetter und Klimamodell ICON (Icosahedral Nonhydrostatic Model) zu erweitern und so ein umfassendes Modell der gesamten Atmosphäre von der Erdoberfläche bis in den Weltraum zu erstellen. Dank der hohen Auflösung sind dabei nur wenige Annahmen über nicht direkt simulierte Prozesse nötig. Prof. Dr. Claudia Stephan: „Die Bewilligung von IMPAGT im Rahmen des Leibniz-Professorinnenprogramms stärkt die Position der Leibniz-Gemeinschaft in der Klimaforschung. Das Projekt definiert die Zukunft der Abteilung Modellierung Atmosphärischer Prozesse, ist aber ebenso ein großer Gewinn für das gesamte IAP, da wir mit den Beobachtungsabteilungen eng zusammenarbeiten.“ Das IAP ist gespannt auf die Innovationen und neuen Forschungsergebnisse. Foto: NASA earth observatory

11.07.2024 , Nachrichten

IAP erweitert Radarsystem in Nordnorwegen

Im Juni 2024 hat das IAP erfolgreich ein neues abgesetztes Radar-Empfangsfeld auf der Insel Langoya in der Nähe der Ortschaft Sto fertiggestellt. Dieses Empfangsfeld ist Teil des MAARSY3D-Projektes und ergänzt das bestehende Middle Atmosphere Alomar Radar System (MAARSY), das auf der benachbarten Insel Andoya betrieben wird. MAARSY ist ein Instrument zur Erforschung der Mesosphäre, insbesondere im Höhenbereich von 50 bis 120 Kilometern. Bisher arbeitete das System fast ausschließlich in einer monostatischen Konfiguration und maß Parameter entlang des Radarstrahls. Mit dem neuen Empfangsfeld, das aus 96 Antennen besteht und etwa 55 Kilometer entfernt von MAARSY positioniert ist, wird es nun möglich, hochaufgelöste bistatische-Messungen von Zielen in der Mesosphäre durchzuführen. Dies erlaubt eine präzisere Untersuchung von räumlichen Unregelmäßigkeiten und Tracern in der Atmosphäre. Das neue Empfangsfeld ergänzt die aktiven monostatischen Radarexperimente von MAARSY zur Untersuchung von Radarechos in der Mesosphäre und unteren Thermosphäre, wie z.B. polaren mesospherischen Sommer-Echos (PMSE) und Meteoren. Es ist der erste abgesetzte Empfänger des MAARSY3D-Projektes und wird anfänglich zur Erprobung des Konzepts in Zusammenarbeit mit dem vergleichbaren Instrument KAIRA am Standort Kilpisjärvi der Universität Oulu in Finnland genutzt. Das Leibniz Institut für Atmosphärenphysik freut sich über die erfolgreichen Fortschritte und die zukünftigen Möglichkeiten, die das MAARSY3D-Projekt bietet. Foto: IAP/Ralph Latteck  

13.06.2024 , Nachrichten

Erfolgreiche Promotionsverteidigung von Larisa Goncharenko!

Herzlichen Glückwunsch an unsere Doktorandin Larisa Goncharenko zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Promotion an der Universität Rostock! Ihre Dissertation widmet sich dem Thema der Beeinflussung des Ionosphäre/Thermosphäre-Systems durch interne Wellen aus der unteren Atmosphäre. Im Fokus ihrer Forschung stehen plötzliche stratosphärische Erwärmungsereignisse (SSW), die die mittlere Atmosphäre verändern und die Ausbreitung atmosphärischer Wellen beeinflussen. Sie untersucht dabei die Fernwirkungen dieser Ereignisse von der polaren Stratosphäre zur Ionosphäre in niedrigen Breiten sowie interhemisphärisch. Mit Fallstudien zu starken antarktischen und arktischen SSWs zeigt sie erhebliche und anhaltende ionosphärische Anomalien und diskutiert die zugrundeliegenden physikalischen Mechanismen.  

07.05.2024 , Nachrichten

Juliana Jaen hat ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen!

Wir freuen uns, unsere Doktorandin Juliana Jaen zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Dissertation beglückwünschen zu können! Ihre Forschungsarbeit hat sich der Untersuchung der dynamischen Prozesse in der Mesosphäre und unteren Thermosphäre gewidmet. Der Schwerpunkt lag dabei auf der langfristigen Winddynamik während der Sommersaison, wobei sie Zeitreihen von 17-33 Jahren aus spekularen Meteor- und partiellen Reflexionsradaren in mittleren und hohen Breiten analysierte. Ihre Ergebnisse zeigen einen früheren Beginn des mesosphärischen Sommers und zunehmende Windmaxima, begleitet von einer Abschwächung der Mesopausenwinde in mittleren Breiten. Herzlichen Glückwunsch Dr. Jaen!

06.05.2024 , Nachrichten

Ergänzung des SIMONe Deutschland Meteor-Radarnetzwerkes

Vom 22.-24. April wurde auf der dänischen Insel Bornholm ein Empfänger zur Ergänzung des SIMONe Deutschland Meteor-Radarnetzwerkes aufgebaut. Der Empfängeraufbau besteht aus einem Software Defined Radio (USRP N200), Signalverstärkern und Filter, sowie GPS-Synchronisation und einer gekreuzten 2-element Yagiantenne. Seit Inbetriebnahme detektiert der Empfänger über 30000 Meteore am Tag und bereichert vor allem den nordöstlichen Bereich über der Ostsee, der bisher nur sehr begrenzt beobachtet werden konnte. Das gesamte SIMONe-Deutschland Netzwerk besteht aus den beiden SIMONe Sendern in Juliusruh und Kühlungsborn, dem Pulsradar am Collm (Univ. Leipzig), sowie insgesamt sieben Empfängern in Deutschland und nun zwei in Dänemark. Erst die hohe Anzahl der Meteordetektionen erlaubt u.a. die Berechnung von Windfeldern für 90km Höhe mit guter zeitlicher Auflösung.

30.04.2024 , Nachrichten

Finales Statusseminar bildet Abschluss für ROMIC Projekt

Vergangene Woche haben sich Forschende im Rahmen des ROMIC Projektes (Role Of the MIddle atmosphere in Climate) ein letztes Mal zu einem Statusseminar am IAP in Kühlungsborn zusammengefunden und über die Ergebnisse des Projektes diskutiert. Damit fand das Projekt, das in seiner Laufzeit von ca. 10 Jahren über zwei Förderperioden zahlreiche Verbundprojekte und wissenschaftliche Erkenntnisse hervorgebracht, seinen würdigen Ausklang. Bei ROMIC handelte es sich um ein großangelegtes nationales Forschungsprojekt unter Federführung des IAP, das vom BMBF innerhalb des Forschungs­rahmenprogramms "FOrschung für NAchhaltige Entwicklung" (FONA) gefördert wurde. Inhaltlich befassten sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit der Bedeutung der mittleren Atmosphäre für das Klima und den Wechselwirkungen dieser Schichten mit der Troposphäre. Zentrale Fragen stellten beispielsweise der Einfluss der Variabilität der Sonne sowie der menschliche Einfluss auf die mittlere Atmosphäre und das Klima dar.

26.04.2024 , Nachrichten

Kesava Ramachandran hat seine Doktorarbeit erfolgreich verteidigt!

Am Mittwoch dieser Woche konnte unser Doktorand Kesava Ramachandran seine Promotionsarbeit an der Universität Rostock erfolgreich verteidigen. In seiner Arbeit beschäftigte er sich mit der Untersuchung mesosphärischer Instabilitäten, die eine wichtige Rolle für das Verständnis des Energiehaushalts der Atmosphäre spielen, und verwendete dazu sowohl Beobachtungen, als auch direkte numerische Simulationen. Seine Arbeit konzentrierte sich dabei auf die Untersuchung von kilometergroßen Instabilitäten mit horizontalen Wellenlängen von weniger als 100 km in der Mesosphäre und der unteren Thermosphäre. Mit Hilfe von Airglow Imagern wurde eine besondere Art von Schwerewellenereignis namens mesosphärische Gezeitenwelle über Deutschland beobachtet und die Beobachtung durch zwei dimensionale Dirct Numerical Simulation (DNS) der Navier-Stokes-Gleichungen unter der Boussinesq-Approximation ergänzt. Die Einbeziehung des Windgradienten zusätzlich zum thermischen Kanal, führte zur Erzeugung von sekundären Instabilitäten, die zuvor in Beobachtungen sowohl bei Gezeitenwellen als auch bei isolierten Wellen berichtet wurden. Die Erweiterung der bestehenden Simulation auf drei Dimensionen zeigte, dass kilometergroße Dynamiken auch von der Erzeugung sekundärer Instabilitäten in Richtung quer zur Ausbreitungsrichtung beeinflusst werden. Im Bild: Prof. Dr. Jorge L. Chau, Prof. Dr. Claudia Stolle, Kesava Ramachandran, Prof. Dr. Sascha Kosleck, Prof. Dr. Sven Grundmann and Prof. Dr. Uwe Ritschel

04.04.2024 , Nachrichten

Erneut Zertifikat zum "audit berufundfamilie" gesichert

Das IAP hat erneut das Zertifikat der berufundfamilie Service GmbH in Würdigung für langjährige und nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik erhalten. Es gilt als Qualitätssiegel für eine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik. Im Rahmen des Dialogverfahrens wurde sichergestellt, dass der hohe Entwicklungsstand beibehalten und bedarfsgerecht ausgebaut wird. Das Zertifikat besitzt für drei Jahre Gültigkeit. Im erarbeiteten Kurzporträt des IAP sind sowohl die bereits durchgeführten als auch eine Auswahl zukünftiger Maßnahmen aufgeführt. Das Dialogverfahren hat gezeigt: Entwicklung lebt vom Diskurs und deshalb sind alle Mitarbeitenden jederzeit eingeladen, Vorschläge zu unterbreiten, die die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege sichern.

02.04.2024 , Nachrichten

Dr. Baumgarten nimmt Berufungsangebot der Universität Rostock an

Wir freuen uns, dass Dr. Gerd Baumgarten, kommissarischer Leiter der Abteilung Optische Sondierungen und Höhenforschungsraketen das Berufungsangebot der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (MNF) der Universität Rostock für die Professur für optische Sondierung der Atmosphäre angenommen hat und damit dauerhaft die Leitung der Abteilung übernimmt. Im Bild: Kanzler Dr. Jan Tamm, Prof. Dr. Claudia Stolle, Dr. Gerd Baumgarten, Rektorin Prof. Dr. Elizabeth Prommer, MNF-Dekan Prof. Dr. Oliver Kühn

21.03.2024 , Nachrichten

Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik an neuem Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ beteiligt

Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik beteiligt sich mit seiner Expertise im Bereich Atmosphärenphysik am neuen Format „Leibniz-Labs“, mit dem die Leibniz-Gemeinschaft ihre inter- und transdisziplinäre Exzellenz fördert. Mit insgesamt 41 Forschungseinrichtungen und 11 Forschungsclustern der Gemeinschaft bildet es im Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ einen zentralen Wissens- und Beratungshub zu Fragen von Biodiversität, Klima, Landwirtschaft und Ernährung. Im Fokus steht die vielschichtige Frage: Wie können wir Biodiversität und Klima effektiv schützen und gleichzeitig eine widerstandsfähige Landwirtschaft zur sicheren Ernährung erreichen?